@Foto: Elke Neick

Deutschlands Schiedsrichter trafen sich kürzlich zur gemeinsamen Schulung im bayrischen Oberhaching, um aktuelle Themen aufzugreifen, die WKO auf notwendige Überarbeitungen zu prüfen, aber auch, um sich zu qualifizieren. Zugleich nutzten die bayrischen Kadersportler das Wochenende für ein Training, was parallel die perfekte Möglichkeit für alle Seminarteilnehmer darstellte, direkt an der Basis zu üben bzw. anzuwenden.

Angefangen bei Gewandheitsläufen, bis hin zum Punkte- und Ausscheidungsrennen, sowie der allgemein vorherrschenden Fragestellung - was wird aus dem 300m Einzelsprint?!. Vorsätzlich eingebaute Rangeleien, Fehlstarts, unerlaubte Spurwechsel, jegliche Mnäver eben, die durch Schiedsrichter unter normalen Wettkampfbedingungen geahndet werden müssen, forderten die Teilnehmer bei einem Mix aus praktischen und theoretischen Themen. Der 300m-Einzelsprint soll nun aller Voraussicht nach der 200m Sprintverfolgung weichen. Durch deutlich mehr Zuschauerattraktivität will man hier als Verband aktiv einwirken, die Sprintdisziplin nach Wegfall der 300m Einzeldistanz durch den Weltverband 2018 weiter im Wettkampfprogramm zu führen. 200m Sprintverfolgung heißt eben, 2 Sportler starten auf gleicher Höhe gegenüber liegend jeweils auf einer Geraden und absolvieren so das Sprintduell gegeneinander, ohne miteinander in direkten Körperkontakt kommen zu müssen.

Im Anschluss des ersten Seminartages absolvierten 4 Teilnehmer die schriftliche Abschlussprüfung zum Schiedsrichter auf nationaler und Landesebene. Nun heißt es Daumen drücken für die neuen nationalen Anwärter aus Stuttgart, Halle (Saale) und Bernhausen, sowie dem Münchner Kollegen für die Quali zum Landesschiedsrichter. Die Prüfungsbögen werden derzeit ausgewertet, für Prüflinge, Heimatverein und Verband bleibt es also zunächst spannend.

Rundum erlebten das Schiedsrichterteam eine super organisierte Veranstaltung. Die Ausarbeitungen werden Ende November dem Gremiun der SK Sitzung vorgestellt, welche in Darmstadt statt finden wird.