Die knapp 5.000 Einwohner große oberbayrische Gemeinde Inzell wurde in den vergangenen Tagen zum sportlichsten Reiseziel der Eisschnelläufer aus aller Welt. In der 2009 errichteten Max Eicher Arena trafen sich jedoch nicht nur Eisschnelläufer, nein vielmehr auch das erfolgreiche who is who der Speedskatingszene war am Start und das durchaus erfolgreich.

Die Entwicklung der jungen letzten Jahre zeigt, dass zahlreiche Speedskater sich buchstäblich auf Glatteis begaben, um selbst einmal den ganz großen Traum von Olympia erleben zu können. Namen wie zB Livio Wenger (Schweiz), Francesca Lollobrigida (Italien), Bart Swings (Belgien), Joey Mantia (USA), Brittany Bowe (USA), Vanessa Herzog (Österreich) präsentierten sichin Top-Form! Joey Mantia, frisch gebackener Weltmeister im Massenstart, Vanessa Herzog und Brittany Bowe, frischgebackene Medaillengewinnerinnen während der Weltmeisterschaft in Inzell.
Diese und viele weitere Athleten zeigen, welches Potenzial beide Sportarten vorweisen und wer weiß, welche Synergien für den DRIV-Speedskating und die DESG nicht noch daraus entstehen können?!

DESG Sportdirektor Matthias Kulik und DRIV Vorsitzender der Sportkommission Speedskating Rainer Keppeler in Begleitung von Bundestrainer Bernd Rumpus trafen sich am vergangenen Wochenende in Inzell, um erste Gespräche für eine spätere mögliche Kooperation beider Verbände wieder aufzunehmen. In wenigen Wochen dann ist bereits der erste "Gegenbesuch" geplant, hier wird DESG Sportdirektor Kulik beim arena geisingen international (agi) anwesend sein.

Darüber hinaus war es natürlich wichtig, für die Speedskatingvertreter live selbst mitzuerleben, was die Besonderheit des Eisschnelllaufens ausmacht und inwiefern ein Transfer zwischen den beiden Sportarten möglich erscheint. Das Niveau wurde dabei von Bundestrainer Bernd Rumpus als extrem hoch eingestuft, denn es ist keine Selbstverständlichkeit gegeben, dass Inline-Speedskater auch automatisch auf dem Eis erfolgreich sein werden. Auch wenn sich dies so mancher Inline-Speedskate-Fan gern wünschen würde.

Wir dürfen also gespannt sein, welche Entwicklung beide Sportverbände miteinander nehmen werden...