Ja, sie lebt noch. Die schon fast tot gesagte Deutsche Team-Meisterschaft konnte am 7./8.September in Gera erfolgreich wiederbelebt werden.

Fast 150 Sportler aus sechs Landesverbänden traten am Samstag auf der 200 m-Bahn in der Teamverfolgung, im Teamsprint und in der Mixedstaffel an. Zunächst gute Witterungsbedingungen sorgten für optimale Bedingungen und für viele spannende Rennen. So war die Begeisterung bei den Sportlern und Betreuern durch die vielen Anfeuerungsrufe nicht zu überhören. Die Teamverfolgung musste aufgrund technischer Probleme an einer der beiden Zeitmessanlagen etwas verspätet beginnen, zum Glück waren die Probleme aber schnell behoben. In den Hauptklassen gab es bei den Damen und bei den Herren jeweils die gleiche Reihenfolge: Thüringen siegte vor Sachsen-Anhalt und vor Bayern. Während sich bei den Jugend-/Kadetten-Damen auch die Sportlerinnen aus Thüringen durchsetzen konnten, ging der Sieg bei den Herren in dieser Kategorie an Sachsen-Anhalt. Das Trio aus Sachsen-Anhalt sollte bei den Meisterschaften noch mehrmals ganz oben auf dem Podium stehen. Die Mastersrennen waren dann fast vollständig in bayerischer Hand. Bayern siegte bei den Herren und in der Mixedwertung. Bei den Damen ging das Meisterschaftsgold nach Thüringen.

Große Starterfelder gab es bei den Teamsprints. So gingen in der Jugend- und Kadettenklasse der Damen allein 11 (!) Teams an den Start. Die Meistertitel wurden aber fast analog wie bei den Entscheidungen in der Verfolgung verteilt. Nur bei den Masters-Damen setzte sich jetzt auch die bayerische Vertretung durch.

Nach einem spannenden Mixed-Staffelrennen in der Jugend- und Kadettenklasse, das Sachsen-Anhalt für sich entscheiden konnte, zog dann doch noch der Regen auf. Daher mussten die beiden noch ausstehenden Staffelläufe abgesagt werden. Die Vereinsvertreter einigten sich jedoch problemlos darauf, diese beiden Rennen am Sonntag auf dem Straßenkurs auszutragen.

Am Sonntag gab es in einem Geraer Gewerbegebiet dann wieder Sonnenschein, so dass das Teamzeitfahren auf dem 800 m langen, leicht hügeligem Rundkurs, ausgetragen werden konnte. Auch hier siegte in den beiden Rennen der Hauptklasse jeweils Thüringen. Im Nachwuchsbereich setzte sich, wie schon am Vortag, Thüringen bei den Damen und Sachsen-Anhalt bei den Herren durch. Auch Bayern konnte zwei der drei Masterskategorien für sich entscheiden. Einen neuen Deutschen Meister gab es im Teamzeitfahren der Masters-Herren. Hier sicherte sich das niedersächsische Team vom MTV Hildesheim Meisterschaftsgold. Anschließend wurden noch die zwei Staffelrennen über 4*1 Runde ausgetragen. Diese endeten mit den Favoritensiegen: Thüringen in der Hauptklasse und Bayern bei den Masters.

Nach den Siegerehrungen nutzten einige der von weiter angereisten Sportler noch die Gelegenheit, beim Ostthüringer Halbmarathon bzw. beim Skateathlon an den Start zu gehen.

Fazit: Alle Teilnehmer waren mit viel Spaß und Engagement am Start und traten damit den Beweis an, dass das Format der Team-DM durchaus noch Zukunft haben könnte.

Die Medaillenbilanz:

  Gold Silber Bronze
LV Thüringen 11 9 8
LV Bayern 7 6 7
LV Sachsen-Anhalt 4 6 3
MTV Hildesheim (Niedersachsen) 1 1 0
Speedskating Leipzig (Sachsen) 0 1 1
LV Hessen 0 0 2
LV Sachsen 0 0 1
Turbine Halle (Sachsen-Anhalt) 0 0 1

 Die Ergenisse sind hier veröffentlicht.

Bericht von Uwe Berg
Landesfachwart TERV