3.Wettkampftag: Der Vormittag der Belgier und Kolumbianer

Bei (noch) strahlendem Sonnenschein begannen am Sonntag um 9.00 Uhr die Vorläufe über 1000 m am dritten Wettkampftag der Inline-Speedskater bei den World Games in Wroclaw. Die meisten Zuchauer hatten sich bei hochsommerlichen Temperaturen den Platz auf der im Schatten liegenden Tribüne ausgesucht. Obwohl Aussuchen nicht immer einfach ist, denn die strengen Ordner schauen genau hin, für welchen Bereich man seine Eintrittskarte erworben hat,
Doch kommen wir zum sportlichen Geschehen. Einzige deutsche Vertreterin am heutigen Vormittag war Laethisia Schimek. Die beiden deutschen Herren Simon Abrecht und Felix Rijhnen verzichteten auf ihren Start und Mareike Thum war nach ihrer Disqualifikation vom Vortag leider gesperrt. Schade, denn über 1000 m hatte sie sich durchaus Chancen ausgerechnet.

Bei den Damen startete Laethisia Schimek sehr couragiert im 4.Vorlauf. Sie übernahm vom Start weg die Führung und sorgte so zunächst für ein schnelles Anfangstempo. Da sie aber dier ersten vier (!) Runden ganz allein in der führenden Position war, reichten im Endspurt die Kräfte und damit auch die Laufzeit nicht mehr aus, um die nächste Runde zu erreichen. So musste sie sich mit dem 18.Platz begnügen.
Im Finale ging schließlich die Goldmedaille an unser Nachbarland Belgien. Sandrina Tas siegte vor der Kolumbianerin Arias und vor der Chilenin Lopez.
Auch bei den Herren war das Finale mit acht Weltklasseathleten herausragend besetzt. Nach einem spannenden Rennverlauf mit ständig wechselnden Führungen setzte sich Jimenez aus Kolmbien vor dem Belgier Bart Swings durch. Bronze gewann Elton de Souza aus Frankreich. Mit je einer Gold- und einer Silbermedaille waren Belgien und Kolumbien die beiden überragenden Nationen am Sonntagvormittag.
Unmittelbar nach der letzten Segerehrung wurde Wroclaw dann von einem Unwetter mit Gewitter, Hagel, Starkregen und orkanartigen Böen eimgesucht. Bleibt zu hoffen, dass bis zum Beginn der Nachmittagswettbewerbe um 16.30 Uhr die Bahn wieder abgetrocknet ist.
Nicht nur am Rande erwähnt werden soll die Leistung der deutschen Schiedsrichter. Nachdem schon der Leipziger Danilo Nowak bei der Europameisterschaft in Lagos Mitglied des internationalen Kampfgerichtes war, ist bei den World Games der Großenhainer Marco Altmann im Einsatz. Die große Wertschätzung, die den deutschen Referees entgegengebracht wird, zeigt sich auch darin, dass Marco Altmann bei den World Games die verantungsvolle Position des Sekräters ausübt.