Auch wenn Simon uns mit seinen Top Platzierungen in den letzten Jahren sehr verwöhnt hat, ist es keinesfalls selbstverständlich, dass er immer wieder automatisch eine GOLD Medaille erringt. Ganz wenige Teilnehmer können überhaupt ihren Erfolg aus dem Vorjahr wiederholen. Wir können auf Ihn und seine Erfolge sehr stolz sein, umso bedauerlicher empfinden wir nun die Streichung des 300m Einzelsprints aus dem Programm der Weltmeisterschaften.

Mit seinem sensationellen zweiten Platz bei den World Games hat Felix Rijhnen bereits angedeutet zu was er dieses Jahr im Stande ist. Dass er dann in Nanjing noch eins draufsetzen kann und nach dem Breakaway einer kleinen Gruppe sich von dieser viele Runden vor Schluss ebenfalls absetzen kann und am Ende verdient mit den meisten Punkten Weltmeister wird, war schon ein besonderer Beweis für Mut und Durchhaltevermögen.

Auch wenn es nicht zu Gold reichen sollte, dann hat Laethisia Schimek mit ihren drei Bronze Medaillen über 500m, 1 Lap und in der Damenstaffel gezeigt, dass sie zu den besten Damen der Welt gehört.

Mareike Thum, die bei den World Games noch eine Gold und zwei Bronze Medaillen erreichte, war bei der WM etwas vom Pech verfolgt und musste sich drei Mal mit Platz vier zufrieden geben.

Bei den Staffeln der Aktiven waren Simon Albrecht, Felix Rijhnen und Thimo Kießlich auf Platz zwei des Podiums. Die Damen konnten sogar zweimal mit aufs Podium und Laethisia, Mareike, Josie und Jenny freuten sich über Bronze bzw. Silber.

Auch wenn es bei den Junioren nicht zum Edelmetall reichen sollte, waren Platz vier von Ron Pucklitzsch über 100 m, Platz 6 von Tobias Gerhardt in 1 Lap und zweimal Platz 6 von Larissa Gaiser auf der Langstrecke beachtliche Ergebnisse. Angelina Otto, die als Youngster und eigentlich Junioren B Sportlerin, erstmals WM Luft schnuppern durfte, hat Larissa hervorragend unterstützt und mit einem 9. Platz im 10K PE Rennen auch eine TOP Ten Platzierung geschafft. Ebenso Platz 9 als bestes Ergebnis konnte am Ende über 20K Ausscheidung noch Florian Berg erreichen. Er war zum Jahresanfang lange verletzt und hatte es nur ganz knapp in den WM Kader geschafft. Umso mehr freut es uns, dass er dieses Ergebnis erreichen konnte. 

Für Stefan Emele war es seine erste WM und zum Erfahrung sammeln sehr wichtig. Ebenso musste Ellie, die letztes Jahr noch eine Medaille erringen konnte, diese Jahr nach anfänglichem Sturz die WM unter Erfahrung buchen. Sie ist aber noch sehr jung und das nächste Jahr steht für neue Chancen vor der Tür. Tobias Hecht, der zusammen mit Thimo Kießlich kurz zuvor von der Universiade angereist war, vervollständigte das Team an konnte über 1.000 m mit Platz 26 abschneiden sowie am Marathon teilnehmen.

Allen Athleten danken wir für Ihren Einsatz und Ihr Engagement für unsere Sportart und freuen uns schon auf das Jahr 2018.

Auch wenn die Athleten natürlich die Sportart ausmachen, benötigen sie jedoch auch ein kleines Team an Unterstützern. Ohne Coach und dessen Augenzwinkern im richtigen Moment wäre manche Medaille nicht errungen worden. Danke an Kalon Dobbin für das Coaching bei der WM. Unterstützt wurde er durch Physio Thilo Hoff, der müde Sportler wieder munter machte. Nicht zu vergessen die Delegationsleitern Katharina Berg, die sich mit ihrem bekannten Rund um die Uhr Einsatz um die organistorischen Rahmenbedingungen kümmerte. 

Nur ein gutes Team aus allen Beteiligten kann solche Erfolge erringen.

 

Alle Bilder sind von Thomas Wendt. Danke an ihn, dass er uns das ganze Jahr als DRIV Fotograf unterstützt hat.

Rainer Keppeler