Die Sportkommission Inline-Fitness und Speedskating, kurz SK IFS, bestehend aus dem amtierenden Vorstand und den Vertretern der Landesverbänden eruierte in der Herbstsitzung neben Rückblicken des Jahres 2018 zugleich auch neue Wege der Abteilung Speedskating.

Vorsitzender Rainer Keppeler informierte zunächst, dass mit Uwe Berg, Marco Altmann, Mirko Feesche und und Dirk Hagemann vier langjährige Ehrenamtler in diesem Jahr mit der golgendenen bzw. silbernen Ehrennadel des Verbandes ausgezeichnet wurden. Marco und Dirk sind in der Szene als Schiedsrichter bekannt, Uwe gilt unlängst als "die" Stimme des deutschen Speedskatingsports und Mirko betreut seit vielen Jahren die Homepage der Abteilung Speedskating.

Die beiden Geraer Athleten Jan Martin Mende und Angelina Otto werden ab 2019 durch die Sportfördergruppe der Bundeswehr unterstützt. Jan Martin verpasste leider in diesem Jahr die Qualifikation der olympischen Jugendspiele in Buenos Aires, bewies jedoch mindestens mit seinem WM-Titel in Heerde, dass wir sicher auch in Zukunft noch viel von Ihm hören werden.
Angelina nahm als erste deutsche Speedskaterinund zugleich Teil der 75-köpfigen DOSB-Mannschaft an den youth olympics teil.

Nach den personellen Veränderungen innerhalb der DESG (Deutsche Eisschnellauf Gemeinschaft) und neuen Kooperationsimpulsen durch diese, kam es bereits zwischen beiden Verbänden zu ersten Gesprächen, wie künftige Kooperationen ausschauen können. Neben zu erwartenden Problemen aufgrund der verschiedenen Wettkampfzyklen (Sommer/ Winter) liegen jedoch auch zahlreiche Synergien greifbar, welche innerhalb der nächsten Wochen anhand von gemeinsamen Gesprächen evaluiert werden.
Gerade die aktuellen überragenden Leistungen der Speedskater Vanessa Herzog (Österreich), Livio Wenger (Schweiz) und Francesca Lollobrigida (Italien) zeigen, dass der weltweite Eisschnellaufgemeinschaft durchaus von den Erfahrungen der Speedskatingelite profitieren kann. In der Vergangenheit hatten bereits namhafte Speedskater wie Chad Hedrick für erfolgreiche Auftritte auf dem glatten 400m-Oval gesorgt.
Die seit wenigen Jahren neu ins Programm aufgenommene Disziplin des "Massenstarts" zeigt durchaus, dass Speedskater hierbei mindestens Vorzüge genießen dürfen. Das Umgehen mit gewollten oder ungewollten Körperkontakten, hohe Teilnehmerzahlen und taktische Geschicke sind der Speedskatingszene hinreichend bekannt.

Felix Rijhnen wird im Februar 2019 ein 2-wöchiges Trainingslager in Lagos organisieren, nähere Informationen hierzu werden folgen.

Rainer Keppeler stellte außerdem das neue Zeitmesssystem Freelap vor, dass von der SK für das Kadertraining angeschafft wurde. Vorteil des Systems: Es kann mit Smartphones und z.B. auch der Apple Watch verbunden werden. Den Bundestrainern wird damit eine noch bessere Betreuung der Athleten ermöglicht.
Die geplante Anschaffung von Füßlingen für die Regenaration wird weiter intensiv überprüft, da bislang ein positiver Effekt nur beim Wettkampf zu erwarten wäre. Für das Training selbst wäre der Einsatz eher effektmindernd.

Ein wesentliches Thema der Herbst SK war außerdem die künftige Neuausrichtung der Team DM. Nach teils enttäuschenden Teilnehmerzahlen der letzten DM 2018 in Homburg wurden bereits konstruktiv Vor-und Nachteile diskutiert. Für mehr Teilnahmemöglichkeiten soll im nächsten Jahr die Limitierung bei der Teambildung auf Vereine und Landesverbände aufgehoben werden. Damit wird ermöglicht, auch ungebundene Wettkampfgruppen teilnehmen zu lassen.
2019 wird die Team DM durch den RSV Gera ausgetragen, im Anschluss ist nocheinmal die Diskussion über den Fortbestand dieser Wettkampfformanberaumt. Der Termin überschneidet sich leider jetzt bereits mit 2 RegioCup-Rennen in Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen, was sich auf die Teilnehmerzahlen auswirken wird.

Der Weltverband, ehemals "FIRS" wurde 2018 zu "World Skate" (WSK). Mit dem neuen Rulebook 2019 sollen nun auch parabolische Bahnen für höherrangige Wettkämpfe zugelassen werden. Jene Modelle kennen wir beispielsweise aus Frankreich. Hierbei ist eine Bahnbreite von 7m zu bevorzugen. Die Festlegung für das Vorhandensein einer Bande soll grundsätzlich entfallen. Als neue Sicherheitszone soll die Möglichkeit einer zusätzlichen weißen Außenlinie ergänzt werden, damit Zuschauer mindestens einen Abstand von 1,50 m zur Bahn einhalten können. gehalten werden.
Eine zweite Startlinie 50 cm hinter der Ersten wird ebenfalls erforderlich.

Als neue Renndisziplin wird es neben dem 500m + D (Distanz) Sprint, ein 5.000 m-Rennen für die Junioren, sowie die 200 m Sprintverfolgung geben. Letzteres wurde in diesem Jahr erstmals zur Einzelstrecken-DM in Großenhain getestet und zugleich von Sportlern und Funktionären als positiv bewertet.

Die nächste Schiedsrichterfortbildung ist für den 26./27.10.2019 in Berlin anberaumt.

Von vier gestellten Anträgen wurden zunächst zwei durch die Mitglieder der SK IFS abgelehnt, der Antrag des TERV (Thüringen), die Jugendrennen der  DM Einzelstrecke von Freitag auf das Wochenende zu verlegen, vertagt. Aktuell sind Konsequenzen auf den Zeitplan, sowie die Betreuungssituation nicht vollständig erkennbar.

Das während der WM durchgeführte Jugendcamp wurde sehr gut von den deutschen Nachwuchsathleten angenommen. Für die WM 2019 in Barcelona ist eine Neuauflage geplant.

Gemeinsam mit Spezialistin Sabrina Rossow wurde eine neue Imagebroschüre erarbeitet.  Unter der Marke "ROLL STARK" sollen die Teilaspekte des Sports und der Aktivitäten entwickelt werden. Bis zum Januar 2019 soll das Feintuning zum neuen Projekte abgeschlossen sein. Wir werden entsprechend berichten.

Das finale Protokoll ergeht demächst an alle Landesverbände zur Weiterleitung an die Vereine. Die nächste SK Sitzung wird am 23.-24.03.18 in Hannover stattfinden.